Seit 2015


Bürgerinitiative Grünfläche-Lüneburg









Was sagt der NABU Kreisgruppe Lüneburg?

NABU gegen Bebauung "An den Sandbergen"

Die artenreiche Extensivgrünlandfläche mit hoher ökologischer Wertigkeit, welche eine herausragende Bedeutung als Nahrungs- und Fortpflanzungsstätte für eine vielfältige Insektenwelt wie bspw. Heuschrecken, Tag-, Nachtfalter und Wildbienen hat, darf einer Bebauung nicht zum Opfer fallen. Zu selten, zu wertvoll sind solche Areale. Kein Flüchtling muss deßhalb aber auf der Straße übernachten, denn der NABU hat für die geplanten und überschaubaren 40 WE entsprechende Alternativen eingebracht. Gegen eine Bebauung, gegen den möglichen Beginn einer sogenannten Salamitaktik ist auch die BI Grünfläche-Lüneburg (www.grünfläche-lüneburg.de). Bündnis90/DieGrünen sind ebenfalls gegen eine feste Bebauung, haben aber einer temporären Bebauung zugestimmt. Der NABU sieht in der Flüchtlingsproblematik eher ein kurzfristiges Problem, welches lösbar ist - es wäre dramatisch, das langfristige Problem, nämlich den Erhalt der Artenvielfalt, aus den Augen zu verlieren!

Quelle: http://www.nabu-lueneburg.de

Naturschutzfachliche Standortbewertung geplanter Flüchtlingsunterkünfte "Hinter der KVG"

Es handelt sich bei der vorgesehenen Fläche sowie den westlich der Eichenallee angrenzenden Flächen um artenreiche Extensivgrünlandflächen und halbruderale Grünländer mit höher ökologischer Wertigkeit. Insbesondere solche Grünlandflächen sind rar und sollten daher erhalten bleiben. Die Fläche besitzt eine große Bedeutung als Nahrungs- und Fortpflanzungsstätte für eine vielfältige Insektenwelt, bspw. Heuschrecken, Falter, Wildbienen.

Der rechtsgültige Bebauungsplan setzt die Fläche als Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft fest, zu klären ist, ob es sich bei der Fläche um eine Ausgleichsfläche handelt.

Die verkehrliche Erschließung der Fläche ist nicht gegeben: Aus Norden besteht nur eine Anbindung für Fuß- und Radverkehr über eine wertvolle, einzigartige Eichenallee. Die Eichenallee darf in keiner Weise beeinträchtigt oder gar beseitigt werden. Die Alleebäume sind gemäß B-Plan zum dauerhaften Erhalt festgesetzt. Eine Änderung des B-Plans sollte ausgeschlossen werden. Im Übrigen wäre die Lüneburger Baumschutzsatzung zu beachten.

Eine Erschließung über das süd-östlich gelegene Baugebiet ist ebenfalls schwer möglich.

Im Ergebnis muss von einer Bebauung dieser Fläche abgesehen werden.

Quelle: http://www.nabu-lueneburg.de

Bewahrung der biologischen Vielfalt - NABU Kreisgruppe Lüneburg warnt:

Von 690 Biotoptypen sind in Deutschland 72,5% gefährdet!

28% der untersuchten Wirbeltiere sind in ihrem Bestand gefährdet, 8% gelten als ausgestorben.

Stetige Abnahme von Insekten aller Art, vornehmlich Tag- und Nachtfalter, Wildbienen inkl. Hummeln

Alle Statistiken, alle Zahlen, alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen sowie politischen Rahmenbedingungen, die meisten politisch getroffenen Entscheidungen sowie fortschreitender maßloser Wachstum belegen zur Zeit:

Der Verlust der BiologischenVielfalt ist ohne klaren Kurswechsel in allen Handlungsfeldern nicht mehr aufzuhalten!

Auch mit Sicht auf die lokale Stadt- und Kreisebene Lüneburg verweist der NABU auf folgende Mängel bzw. Defizite:

  • Biologische Vielfalt in der administrativen und parlamentarischen Praxis mit zu wenig Beachtung und Gewichtung!
  • Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt ohne spürbare Priorität im politischen Tagesgeschäft im Rathaus aber auch auf Kreisebene!
  • Maßnahmen, Vorhaben oder Vorschläge aus der lokalen Politik werden nur ganz selten von Biodiversitätskriterien evaluiert!
  • Kaum Fürsprecher in den Führungsebenen von unseren lokalen Parteien!
  • Biologische Vielfalt kollidiert fast immer mit anderen politischen Themen und Zielen!
  • Nachhaltigkeitspolitik, gemessen an dem Erhalt der biologischen Vielfalt in Stadt und Landkreis Lüneburg in einem erschreckend rudimentären Zustand!

Quelle: http://www.nabu-lueneburg.de


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